Eine Technologie. Drei Anwendungen.
OSORA bietet Simulationstechnologie für Knochenheilung in Frakturmanagement, Aus- und Weiterbildung sowie Implantatentwicklung.
Alle drei Anwendungen entdeckenAnwendungen
OSsistant Frakturmanagement
In Entwicklung
Patientenspezifische Entscheidungsunterstützung von der Behandlungsplanung bis zur Rehabilitation.
Case Review Studio
Für Kurse verfügbar
Frakturbiomechanik anhand klinischer Beispiele in virtuellen Fallbesprechungen untersuchen.
Implantatentwicklung
Projektbezogene Zusammenarbeit
Implantatdesigns, Versorgungskonfigurationen und Belastungsszenarien mit In-silico-Studien vergleichen.
OSsistant Frakturmanagement
In Entwicklung
Sehen, wie heutige Behandlungsentscheidungen die Heilung von morgen beeinflussen können.
OSsistant führt Patienteninformationen und Knochenheilungssimulation in einem einzigen Arbeitsablauf für das Frakturmanagement zusammen. Das System soll Kliniker dabei unterstützen, Behandlungsstrategien zu vergleichen, den erwarteten Heilungsverlauf zu verstehen und Rehabilitation sowie Nachsorge am einzelnen Patienten auszurichten.

Behandlungsstrategien im Kontext der Heilung vergleichen
Patienten- und Frakturinformationen prüfen, Fixations- und Belastungskonfigurationen untersuchen und vergleichen, wie sie Stabilität, Implantatbelastung und Gewebeentwicklung im Zeitverlauf beeinflussen können. Das Ergebnis ist keine weitere statische Momentaufnahme, sondern eine patientenspezifische Sicht auf den Heilungsverlauf.

- 1
Den individuellen Fall verstehen
Fraktur, Patientenfaktoren, geplante Fixation und Belastungsbedingungen zusammenführen, um eine patientenspezifische Sicht auf die Heilung zu erhalten.
- 2
Behandlungsstrategien vergleichen
Alternative Fixations- und Belastungskonfigurationen untersuchen und vergleichen, wie sie Stabilität, Implantatbelastung und Gewebeentwicklung im Zeitverlauf beeinflussen können.
- 3
Den nächsten Schritt planen
Transparente Heilungsprognosen nutzen, um Planung, Rehabilitation und Nachsorge zu unterstützen, sobald neue Patienteninformationen vorliegen.
Simulationsergebnisse in eine klarere Planungsdiskussion überführen
OSsistant stellt relevante Prognosen gegenüber – von Konstruktstabilität und interfragmentärer Bewegung bis zu Implantatspannung und erwarteten Heilungsmeilensteinen. So erhält das klinische Team eine transparente Grundlage, um Zielkonflikte zu diskutieren; die Behandlungsentscheidung bleibt beim Kliniker.
Den erwarteten Heilungsverlauf sehen
Relevante Indikatoren wie Konstruktstabilität, interfragmentäre Bewegung, Implantatspannung und erwartete Heilungsmeilensteine im Zusammenhang betrachten.
Die klinische Entscheidungshoheit bewahren
OSsistant hilft dem klinischen Team, Zielkonflikte zu diskutieren und Fragen zu erkennen, die genauer betrachtet werden sollten. Die Behandlungsentscheidung bleibt beim Kliniker.

Behandlungsplanung mit Rehabilitation und Nachsorge verbinden
Dasselbe Heilungsmodell soll Entscheidungen nach der Operation unterstützen: welche Belastung angemessen sein könnte, wann der Fortschritt kontrolliert werden sollte und wo eine Abweichung vom erwarteten Verlauf genauer betrachtet werden muß. Sobald neue Patienteninformationen vorliegen, kann die Prognose aktualisiert werden.

Mit Klinikern entwickelt. Offen für Entwicklungspartner.
Wir entwickeln OSsistant mit klinischem Input und suchen Partner, um Arbeitsabläufe, Datenintegration und klinischen Nutzen zu validieren. Die zugrundeliegende Simulationstechnologie wird bereits in Forschung und Lehre eingesetzt.
Gut zu wissen
Was ist OSsistant?
OSsistant ist ein klinisches Entscheidungsunterstützungssystem in Entwicklung. Es soll Patienteninformationen und Knochenheilungssimulation in einem einzigen Arbeitsablauf für das Frakturmanagement verbinden.
Wie soll OSsistant Kliniker unterstützen?
Das System soll Klinikern helfen, Behandlungsstrategien zu vergleichen, den erwarteten Heilungsverlauf zu verstehen und Rehabilitation sowie Nachsorge am einzelnen Patienten auszurichten.
Ist OSsistant für den klinischen Einsatz verfügbar?
Nein. OSsistant befindet sich derzeit in Entwicklung und ist nicht für den klinischen Einsatz verfügbar.
Suchen Sie Entwicklungspartner?
Ja. Wir suchen klinische und technische Partner, um Arbeitsabläufe, Datenintegration und klinischen Nutzen zu validieren.
Case Review Studio
Für Kurse verfügbar
Biomechanik wird verständlich, wenn man sie sieht.
Das Case Review Studio macht aus klinischen Fällen interaktive Falldiskussionen. Teilnehmer vergleichen Versorgungs- und Belastungsvarianten, verfolgen deren simulierte mechanische und biologische Auswirkungen im zeitlichen Verlauf und ordnen die Ergebnisse anhand klinischer Evidenz ein.
Ein klinischer Fall. Drei Ebenen des Verständnisses.
Der Nageldurchmesser-Fall begleitet eine Femurschaftfraktur von der klinischen Fragestellung über den Vergleich zweier Marknägel bis zur Interpretation der simulierten Heilung.

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Die klinische Frage formulieren
Ausgangspunkt sind Fraktur, Patientenkontext, Bildgebung und Lernziel. In diesem Fall: Wie könnte der Nageldurchmesser das mechanische Umfeld der Heilung beeinflussen?
- 2
Veränderungen vergleichen
Vergleichen Sie den 10- und 11-mm-Nagel, verfolgen Sie interfragmentäre Bewegung und Konsolidierung im zeitlichen Verlauf und untersuchen Sie, wie ein veränderter Parameter das simulierte Ergebnis beeinflußt.
- 3
Ergebnisse in Erkenntnisse übersetzen
Interpretieren Sie die Unterschiede, hinterfragen Sie Modellannahmen und verbinden Sie die Ergebnisse mit Versorgungsprinzipien, klinischer Evidenz und der Therapiediskussion.
Durch Vergleichen lernen — nicht durch Auswendiglernen.
Das Case Review Studio macht biomechanische Prinzipien zu Fragen, die gemeinsam untersucht werden können. Teilnehmer können Ideen an virtuellen Fällen erproben und die Überlegungen hinter verschiedenen Strategien sichtbar machen.
- 01
Gefahrlos und ohne Eingriff am Patienten untersuchen
Verändern Sie jeweils einen Faktor und diskutieren Sie mögliche Folgen, ohne die Patientenversorgung zu berühren.
- 02
Heilung im zeitlichen Verlauf sehen
Gehen Sie über eine statische Aufnahme hinaus und verfolgen Sie simulierte Mechanik und Gewebeentwicklung entlang des Heilungsverlaufs.
- 03
Zielkonflikte statt vorgegebener Antworten diskutieren
Nutzen Sie die Unterschiede zwischen Varianten, um bessere Fragen zu stellen und Annahmen offenzulegen.
- 04
Simulation mit klinischer Evidenz verbinden
Beziehen Sie den simulierten Fall auf Versorgungsprinzipien, Literatur und die Erfahrung der Teilnehmer.
Von den Grundlagen bis zur anspruchsvollen Falldiskussion
Lehrblöcke können um eine einzelne Frage aufgebaut oder zu einer größeren Kursfolge verbunden werden.
- 01
Grundlagen der Knochenheilung
Primäre und sekundäre Heilung, Frakturspaltgröße, mechanisches Umfeld und Lastverteilung.
- 02
Versorgungsprinzipien
Nageldurchmesser, intramedulläre Nagelung, Plattenosteosynthese, Schraubenkonfigurationen und Verriegelungsstrategien.
- 03
Klinische Herausforderungen
Femur- und Tibiaschaftfrakturen, gelenknahe Frakturen, schwierige Heilungsverläufe und Belastungsprotokolle.
Für Ihren Kurs. Auf Ihrem Niveau.
Als einzelne Falldiskussion, thematischer Lehrblock, Workshop oder mehrteilige Kursreihe.
Für Kursleiter
Wählen Sie Lernziel, klinischen Schwerpunkt und Vertiefungsgrad. Wir helfen bei der Auswahl oder Anpassung geeigneter Fälle und binden sie in Ihr Kursformat ein.
Für Teilnehmer
Vergleichen Sie Alternativen, verfolgen Sie die simulierte Heilung im zeitlichen Verlauf und machen Sie die beobachteten Unterschiede zum Gegenstand einer strukturierten klinischen Diskussion.

Gut zu wissen
Welche Themen und Fälle sind derzeit verfügbar?
Verfügbare Fälle behandeln Grundlagen der Knochenheilung, Versorgungsprinzipien und ausgewählte klinische Herausforderungen. Für Lernziele und Niveau Ihres Kurses stellen wir eine passende Auswahl zusammen.
Kann ein Fall an unseren Kurs angepaßt werden?
Ja. Je nach Lernziel können wir Schwerpunkt, Vergleichsvarianten, Begleitmaterial und Diskussionstiefe anpassen.
Brauchen Teilnehmer eigene Zugänge?
Das hängt vom Kursformat ab. Zugang, Benutzerkonten und technische Voraussetzungen klären wir bei der Vorbereitung.
Welche Kursformate sind möglich?
Eine einzelne Falldiskussion, ein thematischer Lehrblock, ein Workshop oder eine mehrteilige Reihe lassen sich mit Ihrem bestehenden Curriculum verbinden.
Gibt die Simulation Behandlungsempfehlungen?
Nein. Das Case Review Studio unterstützt Lehre und Diskussion. Simulationsergebnisse hängen vom Modell und seinen Annahmen ab und stellen keine individuelle Behandlungsempfehlung dar.
Kursmaterialien
Implantatentwicklung
Projektbezogene Zusammenarbeit
Verstehen, wie ein Implantat im Heilungsverlauf wirkt.
Vergleichen Sie Implantatkonzepte unter verschiedenen Fraktur-, Patienten- und Belastungsbedingungen – und verfolgen Sie, wie sich Stabilität, Lastteilung und Implantatbeanspruchung im Heilungsverlauf entwickeln.
Warum die Heilung die Entwicklungsfrage verändert
Die Leistungsfähigkeit eines Implantats wird nicht durch einen einzigen Lastfall bestimmt. Mit der Kallusbildung und zunehmender Gewebesteifigkeit wird die Last zwischen Implantat und heilendem Knochen neu verteilt. OSORA-Simulationen machen diese veränderliche mechanische Umgebung sichtbar.
Implantatkonzepte über den gesamten Heilungsverlauf vergleichen
Bewerten Sie Implantatkonzepte in einer kontrollierten Studie, die die Mechanik von Fixation und Heilung im Zeitverlauf verfolgt.

- 1
Vergleich definieren
Implantatgeometrie, Material, Fixation sowie Fraktur- und Belastungsbedingungen.
- 2
Heilung und Lastteilung verfolgen
Stabilität, interfragmentäre Bewegung, Gewebeentwicklung und Implantatbelastung im Zeitverlauf.
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Robustheit und Risiken bewerten
Sensitivität gegenüber Patienten-, Fraktur- und Belastungsannahmen sowie Erkennung kritischer Konfigurationen und Zeiträume.
Von der Entwicklungsfrage zu belastbarer Evidenz
Jede Studie wird auf das Implantat, die verfügbare Evidenz und die Entscheidung zugeschnitten, die das Entwicklungsteam treffen muß.
Mehr als den Nominalfall untersuchen
Ein Implantatkonzept, das in einer nominellen Konfiguration gut funktioniert, kann auf Veränderungen der Frakturgeometrie, Patientenbiologie oder Belastung anders reagieren. In-silico-Studien erlauben es, diese Faktoren systematisch zu variieren und die Annahmen zu bestimmen, die das Ergebnis am stärksten beeinflussen.
Eine Studie für Ihre Entwicklungsfrage
Gemeinsam definieren wir Vergleich, Eingangsdaten, Randbedingungen und relevante Zielgrößen. Die Studie liefert nachvollziehbare Modellannahmen, kontrollierte Variantenvergleiche, Sensitivitätsergebnisse und eine gemeinsame Interpretation im Kontext experimenteller und klinischer Evidenz.
An verschiedene Implantate und Forschungsfragen anpaßbar
Zu unseren veröffentlichten Forschungsbeispielen zählen die Versorgung langer Röhrenknochen und ein gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ulm entwickelter Machbarkeitsnachweis zum Knochenremodelling an Dentalimplantaten. Die Eignung des Ansatzes, der Modellumfang und die verfügbare Evidenz werden für jedes Projekt geprüft.
Gut zu wissen
Welche Informationen werden für den Start einer Studie benötigt?
Wir beginnen mit der Entwicklungsfrage, den zu vergleichenden Varianten und den verfügbaren Angaben zu Geometrie, Material, Fixation und Belastung. Gemeinsam legen wir fest, welche Patienten-, Fraktur- und Heilungsannahmen relevant sind.
Welche Implantat- und Heilungsgrößen können verglichen werden?
Je nach Studie können Zielgrößen wie Konstruktstabilität, interfragmentäre Bewegung, Implantatbeanspruchung, Lastteilung, Gewebeentwicklung und erwartete Heilungsmeilensteine betrachtet werden.
Wie ergänzt eine In-silico-Studie experimentelle Untersuchungen?
Die Simulation ermöglicht kontrollierte Vergleiche und Sensitivitätsanalysen. Sie ergänzt Prüfstandsversuche, präklinische Untersuchungen und klinische Evidenz, ersetzt sie aber nicht.
Läßt sich der Ansatz auf Implantate außerhalb der Frakturversorgung langer Röhrenknochen übertragen?
Ja, wenn sich die biologische und mechanische Fragestellung mit geeigneten Daten und Modellannahmen abbilden läßt. Machbarkeit und Umfang werden vor jedem Projekt geprüft.